26.05.11

-12- Immer schlaftrunken

Und kurz bevor ich zwischen meine Laken krieche und einzuschlafen versuche, ist es so, als hätte sich nichts verändert, als wäre nie etwas gewesen. Draußen ist ebenso wie Drinnen, keine Unterschiede, wir differenzieren nicht. Ab und zu kommt es mir vor, als gäbe es das Hier gar nicht, als wäre das nur ein Traum, einer jener Träume, aus denen man mit klopfendem Herzen aufwacht und heilfroh ist, dass es nicht real gewesen ist.
Solche Träume habe ich oft, wie Nebel liegen sie dann am Morgen auf meinem Gesicht und verfolgen mich auf meinen Wegen, kleben an meinen Sohlen und umschlingen meine Knöchel. Es fällt mir dann besonders schwer, mich zu konzentrieren, oder mich überhaupt durch diesen Nebel zu kämpfen. Denn eigentlich bin ich noch im Traum, denke über den Unsinn nach und das Warum des Ganzen. Ich erwidere murmelnd einen Morgengruß, werfe hier und dort einen meiner Blicke hin, doch ich sehe nichts. Das ist okay, sage ich mir, fein, fein, das ist normal, sage ich mir. Doch das Gefühl wird stärker wenn die Nächte an Stunden zunehmen. Der Schlaf fällt mir schwerer und wach ist kein Zustand sondern ein Wunschtraum. Wach ist weit weg.

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