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-17- Trash

Die Leere ausblenden, als könnte ich sie ignorieren und einmal wieder vollständig sein. Ein kleines Stück näher an der Perfektion, die weit weg wirkt, fern und fremd. Wahrscheinlich nie wirklich zu erreichen, immer nur ein Wunschtraum, oder eher ein Zustand, den man gar nicht erreichen kann, egal wie sehr man es versucht. Ich fliehe, ändere meine Farbe, suche nach neuen Interessen und nehme was ich kriegen kann, um Pflichtgefühl und Druck ignorieren zu können. Doch viel zu leicht schweife ich wieder ab, all die Verantwortung holt mich ein, Stress, Launen, mal wieder dem eigenen Leben unterworfen.
Sklave von Konventionen und Vorstellungen, nicht wirklich frei bei den eigenen Entscheidungen, dabei müsste man es sein, sollte dürfen was man muss und umgekehrt. Wie ein Crash im Zeitgefüge sind die guten Tage schneller dahin als die schweren – eben die ziehen sich wie Kaugummi, dehnen und stressen, gehen mir bis auf die Knochen, harter als Stahl und schwerer zu ertragen als das Familienhaus.
Ich hasse es, und das wissen sie alle, das kann man auch sehen, ist nicht schwer zu erkennen. Ich trage Langeweile im Gesicht und Müdigkeit klebt in meinen Augen, Aufstand im Haar und doch zu brav um sich aufzulehnen und ganz aufzugeben und sich selbst zu verwirklichen. Man will ja niemanden enttäuschen, also verlieren wir uns weiter, damit wenigstens irgendwann einer auf uns Stolz ist.
Fickt doch die Zukunft.

About Julia Mayer

Julia Mayer
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