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-83- Und was bleibt?


Zwischen Papierschnipseln, alten Kleiderbügeln und meinen Umzugskisten voller Bücher suche ich nach meinen eigenen Gedanken. Nach verlorenen Träumen und Momenten, in denen ich mich hier wohlgefühlt habe. Unverlorene Erinnerungen, die ich nur vom Staub befreien muss, um sie klar vor meinen Augen sehen zu können. Details, die in meinen Venen glühen. Heute ist die Nacht der Tag und der Tag eine Grauzone. Himmel über uns und Wind, der uns auseinandertreibt. Nur noch ein Auf-Wiedersehen, durchgängig und hilflos. Bleibe beim Versuch, zu fliegen, stehen und klebe am Boden. Erdenkind, das bin ich und kann keine Regeln verändern, aus Dunkel nicht Licht machen - nicht einfach so, mit Händen, die viel erzählen, ohne wirklich etwas zu wissen. Streiche mir über die nackten Arme; Gänsehaut lacht mich an und ich schaudere. Feuer in den Augen und Resignation im stummen Rücken. Will, dass die Welt mich ansieht; doch das Urteil wäre dann auch nicht weit. Also ... abwenden ... und wünschen, dass das gute Leben endlich einkehrt und Gnade meine Rüstung wird.


About Julia Mayer

Julia Mayer
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2 SEKTSCHALE(N) MIT HIMBEEREN:

  1. Wunderbar geschrieben.
    Kann deine Zeilen so gut nachvollziehen.
    Weiter so :)

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  2. Wir sind zu unbedeutend, um von der Welt beachtet zu werden. Alleine sind wir nichts weiteres als eine Ameise, die nichts schaffen kann, weil sie den Zusammenhalt der Masse brauch.

    Was sind Wünsche? Sind wir überhaupt dafür bestimmt, diese zu stellen? Wer erfüllt unsere ungesprochenen Wünsche? Wer erhört sie?

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