06.09.11

-148- V. L. W. Aufgeben

Aufgeben.
Ich denke, ich habe genug für etwas gekämpft, das einseitig auf mich wirkt. Ich habe immer gehofft, dass wir irgendwann über die vielen Meinungsverschiedenheiten hinweg sehen könnten, die Pupillen nicht länger starr auf dieses Gebilde der perfekten Freundschaft gerichtet, doch wir ziehen schon lang an keinem gleichen Strang mehr. Ich sehe, wie du immer mal abgleitest und winkst und mit anderen lachst, während ich mich frage, wo mein Halt geblieben ist? Falle noch immer tief. Manchmal sehe ich dann, wie du mir die Hand reichen willst, sehe, dass du ab und zu noch an dein kleines, anderes Ich denkst. Vielleicht erkennst du mich aber auch gar nicht mehr, denn du scheinst so weit fort. Weißt du, ich habe Angst, Pläne zu machen, wenn du meine Briefe ungelesen begräbst. Ich habe Angst, dich hier haben zu wollen, während du dich in die Ferne sehnst. Hoffst du, dass ich uns aufgeben lasse?

1 Kommentar:

  1. Hach, wie genau das das Gefühl beschreibt, das ich früher oft hatte. So traurig, dass es nicht manchmal so geht.

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