24.09.11

-175- Ich liebte dich am 24. September


Manchmal bilde ich mir ein, dich in Gesten und anderen Gesichtern zu entdecken. Kleine Unauffälligkeiten, die mir ins Gesicht schlagen und vorzeigen, was ich beim Denken verhindern will. Kann die ganze Nacht kaum schlafen, es ist, als würden die Laken mich nicht wärmen, als wäre jegliches Gramm Ruhe aus meinem Körper geflohen. Dann diese Träume, in denen sich die Tatsachen verschieben und aus klaren, ungewollten Linien ein undurchschaubares Labyrinth wird. Aus der Not heraus verlassen Wahrheiten meine Lippen - und ich kann sie nicht zurücknehmen. Zwei Möglichkeiten brechen auf - entweder endet es gut oder es endet schlecht. Im wahren Leben, in der Realität, die einerseits bunter und andererseits auch farbloser ist, gibt es nichts nur-Gutes und nichts nur-Schlechtes. Alles vermischt sich, wenn ich falle, werde ich auch irgendwie aufgefangen. Sei es Fluch oder Segen? In Sicherheiten schlummern, doch vielleicht ist all das auch nur Trugschluss? Vielleicht vergessen wir ja nie, nicht einmal am Ende. Vor allem nicht dann. (Bild via Tumblr*)

Kommentare:

  1. Das einzige Gute ist, wir wissen, wir werden irgendwann vergessen. Manches möchte man zwar gar nicht vergessen, aber anderes - darüber ist man dann froh. Es ist undurchdringlich, man kann es nicht aufhalten. Es ist eine Waage, die leider immer im Gleichgewicht bleibt, zwischen erinnern wollen und vergessen müssen.

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  2. das sind die schönsten worte seit langer zeit. sie sind schön und dabei so ehrlich und traurig und wahr, dass sie mir die tränen in die augen treiben und mich so sehr berühren. ich erkenne mich wieder, in deinen worten.

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  3. Dein Blog ist grandios!
    Alles Liebe,
    Mia

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  4. großes kompliment für diesen text.

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