28.09.11

-180- Ich liebte dich am 28. September

 

Hab mich so nach Entspannung gesehnt. Zünde mir eine Camel an, das Starren in flirrende Hitze und auf grauen Asphalt, als würden Antworten dort liegen. Klaube meine eigenen Gedanken vom Boden der Tatsachen. Doch alles verschwimmt. Es ist so, dass ich überanalysiere und abwäge, hoffe und gleichzeitig zu wissen glaube ... Dabei ist alles so verwirrend und konfus hier, ich denke nicht, dass Klarheit eine echte Option ist.
Kopfwenden, als die Tür sich öffnet. Dein Blick kurz auf mir, eine Weile. Du schiebst dir eine Zigarette zwischen die Lippen, sie hängt dort, du kneifst sie in deinen Mundwinkel, als wärst du ein alter Mann, der seine Pfeife zu balancieren versucht. Und dein Feuerzeug zittert. Ich zittere auch. Der Platz neben mir ist frei und meine Eingeweide dümpeln in der Aufregung in meinem Bauch vor sich hin. Ich halte es aus bis du sitzt, dann die eigene Erkenntnis, dass meine kleine Ausrede, die Camel zu rauchen - und das während der Arbeit, was ich absolut hasse! - bis zum Filter verglüht.
Und der letzte Rauch in meiner Mundhöhle wird kalt, sauge es in die Lunge und dann hinaus. Entlasse meinen Atem. Du sitzt, ich kann dich nicht ansehen, stehe auf, werfe meinen Kippenstummel in den silbernen Aschenbecher. Bin weg, ohne mich Umzudrehen. Und du machst mich so nervös, dass all die Ruhe, die das Nikotin mit sich gebracht hat, wie weggeflogen ist. Verdammt. (Bild via*)

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