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-201- Ich liebte dich am 10. Oktober


Und wie du meinen Blick plötzlich an dich reißt. Und ich nicht fortschauen kann - so fest deine Augen in meinen; dass ich fürchte, dieser Moment könne vergehen. Bis ich blinzeln muss; Lider senken sich, Atem fehlt. Und der Moment ist vorbei. Es fällt mir schwer, klar zu denken, wenn du zwischen Kaffee und dem fehlenden Appettit einfach so auftauchst. Ich schwanke unter Glückseligkeit, fliehe vor dem Tief, das an meinen Sohlen klebt, um mich zum Fallen zu zwingen.
Da standest du plötzlich, ich war erschrocken, wie normal du aussahst, wie nah du mir warst. Hast dich vorgedrängelt, meinen Blick gemieden und einen nervösen Spruch abgelassen. Dass ich dich nicht anstarren konnte, so verflucht unvorhergesehen bist du hergetreten. Ich erinnere mich jetzt gar nicht mehr daran, was der Pförtner zu mir gesagt hat, meine Ohren waren so erfüllt vom Rauschen; von lautschweigender Leere. Hier im Stillen bin ich dein denken und lachen wollen, doch meine Zunge ist so trocken. Du hast dich nochmal umgedreht und ich sah weg, um nicht so auszusehen, als würde ich dich anstarren. Dabei scheint das alles zu sein, was ich derzeit wirklich kann. Dabei habe ich Angst - vor all dem. Und wie normal du aussahst, so unperfekt, deine Wangen waren ganz rot, du sahst erschöpft aus. Ich denke, ich habe dich glorifiziert. Es ist jetzt einfacher, vielleicht. Wo ich weiß, dass du Mensch bist, dass du ebenso bist. Ganz normal. So mag ich mir selbst verzeihen, wie unmöglich ich mich heute angezogen habe. Und hoffen, dass du ebenso von mir denkst, wie ich von dir. Hier im Stillen bin ich dein, du weißt? (Bilder via Tumblr.)

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Julia Mayer
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3 SEKTSCHALE(N) MIT HIMBEEREN:

  1. Ich daaaanke dir! :) Und das Lied ist toll. Und dein Text gefällt mir auch.

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  2. dein blog ist was besonderes. richtig schön. wirklich:)
    du schreibst gut und besonders dein header gefällt mir ♥

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