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-203- Ich liebte dich am 11. Oktober

 

Mich wie ein Versager fühlen, kaum dass ich an der Luft bin und keinen Blick mehr von dir erhaschen kann. Jetzt brennen meine Wangen, so sehr habe ich mich beeilt.
"Scheiße." Fluchkünstlichkeit auf meinen Lippen. "Och mann, fuck ..." Chance verpasst, und es bricht mir die Rippen beim Atmen. Zitternd eine Kippe aus meiner Hosentasche kramen, den Herbst mein Haar mitreißen lassen. Hauptsache das Ende glüht schnell und ich bekomme Ruhe vom Nikotin. Ich hab es wieder nicht geschafft. Dabei warst du so nah, für einen Moment. Nur dieser eine Moment. Mehr hatte ich heute den ganzen Tag nicht. Musste mich vom Schreien abhalten, als dein Blick an diesem anderen Mädchen klebte. Habe sie analysiert und nichts gefunden, nur meine eigene, unberechtigte Eifersucht angekreidet. Ich bin erbärmlich in diesen Tagen; und da hilft kein gutes Zureden von Freunden, keine Ermutigungen. Denn er weicht mir nur aus, mit Blick, mit Körper. Und wie er an dem Pflaster in seinem Gesicht zupfte und es ruckartig abriss, als er an mir vorbeilief. Die Augen irgendwo krampfhaft hingerichtet. Der Gruß an meiner Zungenspitze rollt nicht weiter; kein Überwinden der Lippen; felsenfestschweigeichwieder.
Nur noch morgen, dann bleibt mir nicht mehr viel Zeit. Urlaub, Wochenende, dann noch eine Woche und dann hast du Urlaub und ich bin das letzte Mal für lange Zeit so nah. Himmel, die Versagensangst wird nur größer. (Bild via Tumblr.)

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Julia Mayer
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1 SEKTSCHALE(N) MIT HIMBEEREN:

  1. meinst du? ich hab mich allein gefühlt, weil ich mir nicht vorstellen konnte, warum sich ein anderes kind graue bösartige güterzüge durch die fantasie rollen lässt. ich wusste damals gar nicht, dass dieses gefühl einfach durch meine endende vorstellungskraft ausgelöst wurde. das nehme ich heute zumindest an.
    <3

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