10.11.11

-241- Ich liebte dich am 10. November

Ein Akt der Verzweiflung


"Bin ich eigentlich unsichtbar?", knurrt sie, reckt sich, schrumpft gleichzeitig zusammen, als sein Blick entwirrt an ihr kleben bleibt.
"Hm?", macht er. Mehr nicht. Er wirkt abwesend.
"Oh mann", Seufzen, den dummen Witz von der Zungenspitze verbannen und stattdessen nur noch das Übel schmecken. Bitterkeit formt ihre Worte. "Ich muss wirklich abartig hässlich sein, wenn du mir nicht einmal in die Augen sehen kannst."
Er starrt. Sagt: "Oh", kratzt sich verlegen am Kinn.

--- Cut



(BILD VIA TUMBLR.) Vielleicht sage ich ja doch irgendwann, wer ich bin, und hier: das ist mein Herz. Und magst du es nehmen, lass es nicht fallen. Und vielleicht ist dann der größte Schritt getan?
Wenn wir daran denken, dass morgen der 11.11.11 ist, was stellt das dann mit unserer Zukunftsdenkerei an? Was ist, wenn wir nie wirklich glücklich werden? Wenn alles so bleibt? Gibt es ein Richtig und Falsch überhaupt, wenn uns doch alles letztendlich zum Sterbebett führt? Wollen wir unser Leben überhaupt leben, oder nur so tun als ob? Vielleicht haben wir schon längst verloren und das hier ist nur die Vorstufe zur Akzeptanz. Bald kämpfen wir gar nicht mehr. Bald bleibt das Risiko eine wahnwitzige Hoffnung. Wir geben uns gar nicht mehr auf, für nichts in der Welt verlassen wir unsere vertrauten Gefilde. Haben Angst, haben Angst, immer nur Angst. Ich will mich nicht fürchten, aber ich denke, das bricht mich. Ich denke, ich kann nur verlieren.

Kommentare:

  1. Ich koennte mit der Schoenheit deiner Worte untergehen. & Angst - das gehoert zum Leben nicht? Wachse an ihr.

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  2. Hm, bekannte Gedanken in neuen Worten. So bekannt, von mir selbst. Heute also der 11.11.11. Das hatte ich ganz vergessen, irgendwie erwarte ich etwas Großes. Seltsam ... :')

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