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-242- Ich liebte dich am 11. November


I guess I'm rather hurt than feel nothing at all ... Und die Musik ist es, die mir heute die letzten Sekunden des Tages die Brust geöffnet hat. Wenn sie es sehen könnten, könnten sie es nur. Da hast du gestanden und ich wusste nicht, wohin mit mir selbst. Weißt du, es ist nicht so einfach, sich all das vorzunehmen und schließlich vollkommen gedankenlos, mit zitternden Händen und trockenem Gaumen, Eingeweiden die zur überschwemmenden Panik tanzen, normal zu handeln. Ich konnte nichts sagen, kein Wort, dabei war das eine Möglichkeit. Für einen Witz vielleicht - wäre mein Kopf nicht schrecklich leer gefegt. Ich weiß gar nicht, wieso, du mit geröteter Haut, Flecken auf der Hose, schwitzigen Händen. Es ist nicht so, als müsste ich Angst vor dir haben, du bist nicht perfekt, bist du nicht. Aber ich will es sein. Will mich nicht blamieren müssen, will nicht in Gedanken verloren zusammenzucken müssen, weil ich mich an Peinlichkeiten erinnere. Das sind die schlimmsten Momente - all die vergangenen Situationen zu vergessen. Mich nicht von ihnen einholen lassen. Es geht nicht. Ich ertrage keine schlechten Erlebnisse mehr. Kennst du das? Mich fragen, was du sagen würdest, wenn ich tatsächlich einmal all das über die Lippen bringen sollte. Bis dahin schweige ich, schreibe es auf und wünschte, ich hätte es tatsächlich gesagt. Es macht es nicht besser, nicht ein kleines Bisschen. Bin immer noch atemlos. Immer noch erzittert. Es gibt nichts, das wirklich Sinn macht, wenn sich nichts ändert. Und ist es nicht so, dass niemand sich ändern kann? Irgendwie bleiben wir immer das, was wir nie sein wollten.

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Julia Mayer
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1 SEKTSCHALE(N) MIT HIMBEEREN:

  1. das ist echt wahnsinnig, wie wunderschön du schreiben kannst...es ist eine wahre freude, deine texte zu lesen! ich habe immer das gefühl, es steckt so viel herzblut und ehrlichkeit in deinem blog...danke! :-*

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