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-265- Ich liebte dich am 13. Dezember


Sieh doch, wie wenig weit unser Stolz uns bringt. Ich dachte, dich heute nicht zu sehen - und die Nervosität blieb aus. Bis doch deine Augen vor mir tanzten und schwangen und flimmerten. Und ich hielt keinen Blicken mehr stand, alles ist wieder wie vor ein paar Wochen, alles tut so sehr weh, dass es schon wieder schön ist. Wie atemlos ich mein Frühstück nahm und dein Blick so lang auf mich gerichtet war. Ich war die Erste, die beschämt die Lider senkte - und du, du hast dich mit ihnen nieder gelegt, auf sanfte Gestirne und errötende Wangen. Das hier bringt mich zum Staucheln. Sieh, du bist noch viel stolzer als ich. Ich tu ja nur so, ich tu nur so. Und es frisst sich durch mich, zu wissen, dass ich nie ein Wort werde vernünftig an dich richten können - dass es wohl immer so bleiben wird. Zwei Fremde. Und einer mag den anderen mehr, als er es sollte. Es tut weh, weißt du? So ist das mit diesen Gefühlen. Sie nehmen uns ein, erobern alles, an das wir glauben. Manchmal glaube ich, dass nur Schmerz Zufriedenheit mit sich ziehen kann. Weil es dann für einen Augenblick auch gewiss ist, dass es nur noch besser wird. Es muss. Es soll.

About Julia Mayer

Julia Mayer
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2 SEKTSCHALE(N) MIT HIMBEEREN:

  1. Sehr toller Blog! Bin jetzt Leserin. (;

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  2. Ich glaube von all deinen wundervollen Texten ist dieser hier mein Liebster. So ehrlich, so voller Gefuehl. Deine Gedanken, sie sind inspirierend, sollten die Welt erfuellen, denn sie geben einen besseren Weltblick. ♥

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