13.01.12

-275- Ich liebte dich am 13. Januar


An vielen Tagen scheint das Leben mir eintrichtern zu wollen, dass ich nicht genug bin. Dass all das hier nicht das richtige ist, nicht die ganze Wahrheit, dort muss irgendwo doch noch mehr sein? Doch wer sagt, dass das nicht nur Phantasien sind, dass wir uns das lediglich wünschen? Was, wenn das hier tatsächlich alles ist. Dass dies meine einzige Chance ist, zu atmen, zu lieben, zu zerstören und zu erschaffen, mit den Mitteln, die ich eben habe. Ich meine, was hat es für einen Sinn, hier zu sein, sich sechzig bis achtzig Jahre lang zu quälen, mit guten und schlechten Gefühlen auf dem Kriegsfuß stehen, Politik nicht verstehen, ertragen oder mitmischen, Menschen verachten, lieben lernen und ignorieren. Akzeptanz und Toleranz mühsam auf die eigene Haut zu zwingen. Wohin führt uns das - näher zu uns selbst ganz sicher nicht, sozialisieren tut es mich auch nur im gewissen Maße, bis ich aufgebe und mich verkrieche, kein sinnvolles Wort verschwende, da ich das Gefühl habe, andere könnten sowieso wieder nichts damit anfangen.
Und mache ich eine blöde Bemerkung, sei sie noch so wenig ernst - offensichtlicherweise - gemeint, wird mit vorgehaltener Hand gelacht. Und gespöttelt. Und ich sitze hier, verstumme wieder, verstumme immer ... (Bild via Tumblr*)

Kommentare:

  1. Selbst das, was ist, ist eine Reise wert. Es gibt soviel zu entdecken. :-)

    Viele Grüße,
    Thomas

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  2. super schöner blog! :)
    http://breakthecharmwithwords.blogspot.com/

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  3. der text ist echt gut. ♥
    - danke für's verfolgen *-:

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  4. Wow, das Bild hast du jetzt aber nicht im Ernst selbst gezeichnet?? <3

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