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-289- Ich hasste dich am 02. Februar


Und wenn es diesen einen Ort gäbe, an dem mein Herz nicht länger nach Anonymität sich sehnt, an dem Hilfe mir nicht die Beine bricht, an dem meine Gedanken frei wären, an dem nicht verurteilt wird und keine Meinung einfach von mir gestohlen werden kann, an dem ich nie ein Wort verschwenden muss, da jeder sich nur in Farben verständigt ... wenn es diesen einen Ort gäbe, erreichbar ohne das Leben sein zu lassen, hier an unseren Fingerkuppen, ohne sich die Augen hinauspulen zu müssen ... ich würde dort hin gehen. Und ich würde allein gehen - ohne Menschen, die an meinen Hacken kleben, ohne Hände, die sich an meine Sohlen kleben, wie ungewollte Schatten. Würde ich Hilfe wollen, hätte ich dann nicht gefragt? Und wieso sollte es leichter sein, wenn jeder von meinen Schwächen weiß, außer ich wüsste auch von ihren und müsste mich nicht wie versehentlich verlegtes Gemüse im Süßigkeitenregal fühlen. Die Wahrheit bleibt bitterzüngig: ich sehn mich nach etwas anderem, als dem, was ich hier kriegen kann. Und ich trau mich kaum, es noch zu sagen.

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Julia Mayer
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