25.05.12

-323- Kein Raum für Gedanken

(Bild via Tumblr*)

Es ist schon fast zu einfach, wie leicht man sich von allem distanzieren kann. Ich verbiete mir das eine und erlaube mir das andere und bilde mir immer ein, alles unter Kontrolle zu haben. Dabei ist dieses Gefühl wie das weiße Pulver im Plastiktütchen: schnell aufgebraucht. Du nimmst dies, um dich besser zu fühlen und greifst nach dem, um die Stille zu betäuben. Manchmal muss ich die Musik ganz laut drehen, um mich selbst nicht denken zu hören. Und kurz darauf bringen die Geräusche mich zum Anecken und Durchknistern - ich brauche die Stille, komplette Ruhe, Einsamkeit. Dieses hin und her bringt meine Venen zum Kräuseln; ich weiß manchmal nicht, was hier noch richtig und was falsch ist. Solange mir keiner dabei zusieht, fühle ich mich weniger erbärmlich, doch sobald Blicke auf mich gerichtet sind, würde ich am liebsten die nächstbeste Sonnenbrille vor meine Augen schieben und so tun, als würde ich zuhören, ohne es wirklich zu tun. Mich von allem distanzieren, was an mir zehrt und mich zu Boden reißt. Ich würde mich gern selbst in eine Plastiktüte sperren, dort wo kein Raum für meine Gedanken ist.

Kommentare:

  1. Du kannst echt richtig richtig gute Texte schreiben! ♥

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    1. Dankeschön für das Lob! Das bedeutet mir wirklich viel! :)

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  2. WOW! Ich kann mich mit diesem Text identifizieren, das macht mit ja schon Angst. Ab er sehr, sehr toll geschrieben. ♥

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    1. Dankeschön! Hmmm, das mit dem identifizieren ist vielleicht auch nicht ganz gesund *seufz* Na ja, ich freu mich trotzdem, dass dir der Text gefallen hat :)

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  3. ein sehr schöner blog! und toll schreiben kannst du auch noch (:

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  4. krass wie geil dein blog einfach ist !

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    1. :) Ha ha, dankeschön, das ist doch mal was :)

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