30.05.12

-330- Die Realität und der Traum

(Bild via Tumblr*)

Sie sagen, der Wahnsinn sei näher, als wir denken. Doch ich habe diese eine Komponente schon immer gespürt, wie sie mit spitzen Fingern zwischen meinen Rippen hervorlugt und sich schleichend bis zu meiner Stirn vorarbeitet. Es gibt diesen einen Gedankenstrom, den ich nicht kontrollieren kann und der in den grauen Szenen des Lebens immer wieder eine Art Titelmelodie spielt. Wie ein Symbol, ein Schema, das sich durch einen Roman zieht. Wie ein Witz, der mehrere Charaktere aneinander bindet und aneinander denken lässt, selbst wenn sie tausend Meilen zwischen sich haben. In meinem Kopf ist Ruhe etwas Langersehntes, etwas das ich kaum fassen kann und das ich unaufhörlich suche, ohne an ein Ende zu gelangen. Fieberhafte Trompeten in meinem Kopf, die mir die Gedanken zusammenstauchen und mich auf wacklig tanzenden Beinen halten. Manchmal fühle ich mich sicherer in den erkalteten Laken, mit dem Kopf in mir selbst vergraben - dann tue ich einfach so, als würde es die Außenwelt nicht geben, als wären meine Träume real und meine Hoffnungen zum Greifen nahe. Oft tut es dann nur noch mehr weh, wenn ich feststelle, der Traum wäre mir lieber die Realität und die Realität der Traum.

Kommentare:

  1. Ich liebe deine Texte. ♥


    http://realitiykilledmydreamworld.blogspot.de/

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  2. Der Text ist wunderschön
    immer wenn ich auf solche Blogs wie deine stoße, denke ich,
    verdammt du musst mehr schreiben!
    wirklich schön!
    ich folge dir :3
    würde mich freun wenn zurückfolgst :D

    http://vanywonderland.blogspot.de/

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    1. Danke für deine lieben Worte!
      Ich schau mir deinen Blog mal an :)

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