01.07.12

-350- Hinter meinen Augen


In der Taubheit fühle ich mich wie eine Fremde, die hofft, nur zu Besuch zu sein und nicht an diesem Ort bleiben zu müssen. Und einerseits bin ich als Touristin im Nichts-Fühlen so viel ausgeglichener und fürchte mich vor dem Fliehen dieser Phase, andererseits ... andererseits gibt es nichts Schlimmeres, als diesen grauen, vagen Fleck, der all meine Emotionen überdeckt. Plötzlich weiß ich nicht, wohin mit all der Leere und den gleichförmigen Worten, die sich in Mustern hinter meine Augen gestanzt haben. Ich kann den Weg vor lauter Regen nicht mehr sehen und stehe hier wie verwurzelt, nicht sicher, ob der Regen gut oder schlecht für mich ist. Die Trägheit hält mich hier und redet mir ein, dass ich nur ausharren muss, dass es werden wird. Hier werde ich zu einem Knäuel, das den Tag nicht überlebt ohne mindestens einmal die Hilflosigkeit zu ertränken. In lautem Post Rock, einem erstickten Schrei und dem belanglosen Weinen, das zu nichts führt. Mein Rücken weiß nicht mehr wie das Abschütteln geht und meine Schultern fühlen sich leichter an, wenn ich sie nicht bewege, als könnte ich mir diese Last einfach fort denken. Die Wahrheit ist: die Worte stiehlt es mir direkt aus dem Mund und aus den Tiefen flüchtigen Denkens. Bis ich blind das Licht vor mir nicht mehr erkenne.

Kommentare:

  1. Du schreibst echt tolle Texte!
    ich mag auch dein Layout :X
    choco-chan

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  2. Du kannst toll schreiben (:
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  3. oh ja....das geht mir genau so! Manchmal bin ich irgendwo hin unterwegs und dann kommt ganz unerwartet diese Erinnerung an etwas ganz, ganz blödes...Aber ich erinnere mich immer nur an MEINE peinlichen Momente, nicht an die von anderen Leuten..vielleicht geht es da jedem so? ;D

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