18.07.12

-360- Dann lass es mich nicht wissen


Derzeit mag mich das Licht nicht leiden. Alles wirkt wirr und wird zu grau gefärbten Kuppen, die sich in zu weiches Fleisch drücken. Ich mag nicht hinsehen und mag mich nicht dem Leben stellen; viel lieber sinke ich hier zurück und verstecke mich in den Falten des wohlig warmen Lakens. Ist es nicht schöner so? Ist das Leben nicht einfacher, wenn es einem nicht die Rippen zerquetscht? Ich fürchte mich. Ich fürchte mich sogar davor, einmal glücklich zu sein, weil ich nicht weiß, ob es hält. Nichts scheint zu halten, nicht einmal meine eigene Konsistenz, die sich in tausend Teilchen sprengt und Augen verblühen lässt. Himmel, will die Weichheit zurück, in der jedes Wort wie ein Puzzleteil saß und sich nicht anstellte und nicht von meinen Lippen wich. Ich kann auch nicht alles sagen, ich kann auch nicht von der Furcht lassen, und sollte ich dich fluten, dann lass es mich nicht wissen. (Bild via*)

Kommentare:

  1. Ich liebe deine Worte, so sorgfältig ausgewählt, so passend, so bildhaft, bezaubernd.

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  2. Super schöner Blog, mach weiter so, ich schaue nun öfter mal vorbei :)

    Schönen Sonntag noch :*

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