13.09.12

-373- We Go Indie!

Hallo, ihr Lieben. Heute möchte ich mal ganz abseits von der Poesie einen Artikel verfassen. Wirklich um meine andere Kategorie "Das Schreiben" geht es auch nicht, obwohl es damit zu tun hat.
Einige haben es vielleicht bemerkt, andere nicht, dass ich vor einiger Zeit mein aktuelles Romanprojekt vollendet habe und mir wegen des Exposés habe helfen lassen, um mein Glück mit dem Veröffentlichen einmal mehr zu wagen. Zeitgleich jedoch hat mich jemand auf das Independent-Publishing hingewiesen, das mir bisher immer recht vage und unausgegoren erschien. So wie ich anfangs bin, habe ich es abgelehnt, obwohl meine Erfahrungen mit Verlagen und Agenturen bisher einfach nur grauenvoll waren und mich psychisch enorm heruntergezogen haben ... also habe ich nach kurzem Überlegen doch gedacht, es könne ja nicht schaden, im Web darüber zu recherchieren. Was hast du zu verlieren?, hab ich mich gefragt - ohne Antwort.
Mehrere Wochen lang habe ich Blogs durchforstet, sowohl von erfolgreichen Self-Publisher'n wie Amanda Hocking, Karen McQuestion und Joe Konrath. Leider waren diese Autoren alle ausnahmslos aus Amerika, weshalb ich meine eigenen Chancen noch geringer als überhaupt möglich einschätzte, jemals auch nur ein Exemplar irgendeines Buches von mir zu veröffentlichen. Ich habe auch viele News und Artikel durchforstet, die sich mit dem Thema beschäftigen und viele negative Punkte gefunden, die sich jedoch gut mit den positiven Aspekten aufwiegen lassen. Letzten Endes bin ich auch auf erfolgreiche deutsche Indie-Autoren gestoßen und habe mir das durchgelesen, was ich über sie finden konnte.
Indie Autoren haben alles in der Hand - und das ist etwas, das sowohl gut als auch schlecht sein kann. Ebenso wenig wie jedes Buch, das in einem Verlag erscheint, gut ist, ist auch bei Indie Publishing eine Menge Mist auf dem Markt. Ich habe aber auch selbst schon gute Bücher gelesen, die jemand selbst veröffentlicht hat - das einzig Bittere beim Ganzen ist, dass meist die Paperback-Versionen, die einem normalen Buch gleichen sollen, eher karg ausfallen. Das wäre ein Punkt, den ich mir also erst genau habe überlegen müssen.
Indie-Autor heißt aber nicht auch gleich BOD (Book-on-Demand) Autor. Taschenbuch-Ausgaben sind schon wieder etwas Spezielles. Worauf ich mich höchstwahrscheinlich spezialisieren werde, ist die E-Book Schiene.
Unter anderem bietet Amazon mit ihrem Kindle Direct Publishing (KDP) eine wunderbare Alternative für Indie Autoren an, die ich zu nutzen gedenke.
Noch stecke ich also ganz in den Vorbereitungen, die bei einem so professionell wie möglichen Lektorat anfangen und über Schriftsatz bis hin zur Website-Umgestaltung reichen werden. Eine Buchveröffentlichung ist ein großes Ding, dessen bin ich mir bewusst, und es beansprucht eine Menge Zeit. Ebenfalls ist das Indie-Publishing etwas, das von vielen Vorurteilen behaftet ist. Ich bin aber auch der festen Überzeugung, dass ich mit genug Arbeit etwas herausbringen kann, das Leser wird begeistern können und somit den Buchmarkt bereichert.

Unter anderem wird höchstwahrscheinlich auch diese Seite einen neuen Anstrich verpasst bekommen und sich mehr und mehr auch um die Veröffentlichung drehen, die derzeit noch in den Kinderschuhen steckt. Ich hoffe, das ist meinen lieben Lesern Recht, ich freue mich immer über Interesse und Meinungen! ; ) Dazu gehört außerdem auch, dass ich ab jetzt wohl nur noch eigene Bilder verwende. (Das mal angemerkt an die, die nie die Credits unter den Bildern sehen, die ich bis jetzt genutzt habe. Ja, ich photografiere, aber nicht so gut, das übersteigt meine Fähigkeiten bei Weitem!)

Kommentare:

  1. Viel, viel, viel, ganz ganz viel Glück! Du schaffst das!

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  2. Ich wünsch dir auch ganz viel Erfolg bei der Sache! "Die Keimbrut" interessiert mich ja sehr, aber weil ich am Computer wirklich ungern lese, habe ich es im Forum bisher nie gewagt. Das Taschenbuchveröffentlichungen als Indie-Autor schwierig sind, finde ich nachwievor sehr schade. Ich bin einfach kein Freund von e-books und e-readern, deshalb hoffe ich, dass sich vielleicht irgendwie und irgendwann etwas ergeben wird, damit ich deinen Roman auch lesen kann. Das wäre wirklich toll :]

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  3. hi you :) bin hier zufällig gelandet und bei diesem artikel an deiner kommentar-bar gelandet. von kdp habe ich bis dahin noch nie etwas gehört (habe bis vor kurzem aber im verlagsbereich gearbeitet. allerdings ganz ohne e-books). generell geht bei mir ne nervös flackernde alarmlampe an, wenn ich "bei amazon veröffentlichen" lese. hast du dir da schon das 8 bis 88 meter lange kleingedruckte schon durchgelesen? meine alarmlampe vermutet, dass du die rechte an deinem seelenwerk da einem langanhaltenden "teufel" verkaufen könntest ... das würde ich an deiner stelle genau überprüfen, was du hergibst, um welchen preis du zum ziel kommst.

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    1. Hallo, danke für deine Besorgnis! Ja, ich habe mich ausreichend informiert und recherchiert und natürlich auch das Kleingedruckte gelesen. Bei KDP tritt man seine Rechte nicht ab (im Gegensatz zur Arbeit mit einem Verlag oder einer Agentur.) Wenn eine Agentur das Manuskript zbsp. nicht vermitteln kann, darf ich es ca. 2 Jahre lang nicht selbst anbieten und veröffentlichen. Solch ein Mist passiert mir mit dem Indie-Weg nicht.
      Dass deine "Alarmglocken" angehen, macht mich ziemlich wütend, weil das leider etwas ist, das sich irgendwie bei den meisten festgesetzt hat. Indie Publishing ist nicht mehr das Gleiche wie vor ein paar Jahren noch. Die Möglichkeiten sind mittlerweile mit genug Arbeit genauso breit gefächert wie bei einem Verlag und ich als Autor habe viel mehr Freiheiten und mehr Mitbestimmungsrecht. Natürlich dadurch auch mehr Arbeit, aber genau das ist es, was ich will.
      Und dass Indie Werke IMMER schlechte Qualität hatten, ist genau so ein unwahres Klischee, wie das in dem behauptet wird, alle Bücher, die bei einem Verlag herauskommen, wären Bestseller. Wenn ich mir ansehe, was für einen Mumpitz viele Verlage veröffentlichen, will ich lieber gar nicht veröffentlichen, aus Angst, genauso einen flachen Schiss zu produzieren.

      Danke für deinen Kommentar, nichtsdestotrotz.
      Liebe Grüße

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  4. Puh. Dann hast du hiermit entlarvt, dass auch ich einem (nervigen) Klischee aufgesessen bin. Danke, dass du mir das Gegenteil beweisen konntest, nichts tut besser, als von mies ins hirn gemogelten "wahrheiten" befreit zu werden. schade nur, dass es dich dabei wütend machen musste, aber ich kenne das von anderen (Lern)prozessen.

    Parallel zu der Vorurteils"verseuchten" Menge steht eben auch die Masse an jungen AutorInnen (die ich mitbekommen habe), die ihre Werke einfach blind überallhin geben, hauptsache es passiert irgendwas (und dann passiert tatsächlich nix oder etwas negatives). Das hat mich dann immer wütend gemacht.

    Wellwell, nun da diese Wogen und Fallen ausgeräumt sind, bin ich gespannt, wie es bei dir weitergehn wird ;)
    LG zurück

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    1. Hey, danke für deine Rückmeldung nochmal. Ja, sowas macht mich immer ziemlich wütend, eben weil dort in Schubladen geschoben wird und viele dem Ganzen nicht einmal eine Chance geben wollen. Umso froher bin ich, dich von der "faloschen Wahrheit" befreit haben zu können ;}

      Ein Fan von dem Verhalten, eher bei kleinen Verlagen oder Selbstverlagen oder BoD zu veröffentlichen, wenn es anderswo nicht klappt, halte ich auch nicht viel. Ich habe mir vor der Entscheidung wirklich viele Gedanken über Pro und Contra gemacht und bin zu der Entscheidung gelangt, dass ich es sogar besser finde, alles allein in die Hand zu nehmen und mit allem dazu zu stehen. Dass man zu leichtfertig Entscheidungen trifft ist wohl ein Manko des Alters.

      Dankeschön :}
      Liebe Grüße,
      Juls

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