18.11.12

-384- Menschen

 

 In diesem Moment habe ich eher das unabdingbare Gefühl, dass ich mich nicht anders fühlen darf. Vielleicht wäre es einfacher, die eigene Unzulänglichkeit zu akzeptieren und nicht länger zu versuchen, besser zu sein, weil es ein "besser" im vorgesehenen System gar nicht mehr gibt. Dann müssten mir aber auch die Worte egal sein, mit denen Menschen Rücken einreißen und den Sinn abzupfen. Heute wäre ich lieber woanders, einfach so weit fort, dass einen nichts mehr erreicht und all die leeren Hülsen an einem vorbeistreichen, ohne die Haut mehr zerfetzen zu können. Ich will mich nicht mehr davon abhängig machen und auf Knien um Vergebung bitten - ich will mich nicht hassen müssen, wäre die Selbstakzeptanz nicht ebenso verboten. Im Kopf teile ich alle Menschen in ihre Phasen ein und versuche, mich als ein Teil von ihnen zu zählen - in meinem Hinterkopf jedoch lachen sie alle, meine Charaktere, mit glockenhellen Stimmen und ziehen mich dann doch lieber in ihre wohltuende Mitte. Als würden sie sagen: "Was hast du mit den anderen Menschen schon gemein?" Und ich frage mich unumgänglich, ohne Abflauen, warum alle wollen, dass man sich genauso mies fühlt, wie sie?

Kommentare:

  1. Wenn du was kannst, dann ist es schreiben <3

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  2. Wenn die Worte fehlen, schaffst du es dennoch, es in Worte zu fassen. Wow.

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