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-398- Einmal die Augen wechseln


Am schwierigsten zu händeln ist noch immer die Stille. Sie kann ich nicht beschreiben, weil sie sich aufbläht und doch nichts von sich verrät. Weil sie sich tief in den Wurzeln eines Gedankens abspielt und sich an einem einzigen Nerv festsaugen kann. Für die Stille fehlen selbst mir die Worte, so sehr ich auch an ihr reißen mag; vielleicht ist sie zu wenig wie Gummi und zu sehr wie Zement. Derzeit ist das Leben ein bisschen wie ein Filmstreifen mit Leonardo DiCaprio. Intuitiv gut, aber voll mit denselben Charakteren, mit denselben Gesichtszügen und der Frustriertheit, die sich durch uns zieht. Eventuell sollten wir öfter einmal die Augen wechseln, ihnen Entspannung gönnen und uns selbst mit visueller Ruhe umgeben. Ob es wohl leichter wäre, sie schließlich wieder einzusetzen, als würde man zum ersten Mal die Welt in Farben sehen; als würde man zum ersten Mal richtig ansehen, was man tut.

P.S.: Habe heute eine wunderbare Rezension erhalten, die mir so ziemlich den Tag gerettet hat. Eine meiner Katzen - Loony - ist leider krank und auf Schonkost; das raubt uns allen den Schlaf ;-) (Hunger ist doof.) Zudem habe ich eine Leserunde bei Lovelybooks gestartet! Wer gern dabei sein möchte, kann ein Freiexemplar gewinnen. Jeder, der das Buch bereits besitzt, ist natürlich ebenso herzlich eingeladen!

About Julia Mayer

Julia Mayer
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5 SEKTSCHALE(N) MIT HIMBEEREN:

  1. Fertig :)

    Guck vorbei und sag mir bitte deine ehrliche Meinung dazu. Und keine Scheu haben :)

    Alles Liebe :) JO

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  2. Ehrlich? Oh wow, das freut mich jetzt. Ich habe nicht alles verwendet, aber ich wollte auch nicht einfach so das Interview da hinschreiben.

    Puh, freut mich, wenn es dir gefällt :)

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  3. Die Augen wechseln um die Welt anders zu sehen, ein interessanter Gedanke...
    Ich hätte da eine Idee wie das sogar funktionieren könnte :)
    Wie wäre es damit einen neuen Menschen kennenzulernen und die Welt mit seinen Augen zu sehen? Ist bestimmt auch eine interessante Übung für eine/n Autor/in.
    Gleichzeitig löst das eben jenes Problem mit den immergleichen Charakteren im Leben.

    CF.

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  4. @Anonym: Das wäre eine Möglichkeit.
    Dafür müsste ich aber meine sozialen Ängste ablegen, was? Weiß ja gar nicht, ob ich das noch kann ;-)

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  5. Hm, ja das ist eine schwierige Sache. Ich habe meistens Angst wenn ich an einen neuen Ort mit neuen Menschen komme, sei es ein neuer Wohnort, oder einfach nur eine Bar oder einen Club den ich nicht kenne. Das ist meine Art von sozialer Angst, Angst vor neuen unbekannten Menschen und Orten. Aber sobald ich mich dazu durchgerungen habe hinzugehen wird das meiste ganz schön. Und der unbekannte Ort wird zu einem bekannten, der fremde Mensch zu einem Bekannten.
    Vielleicht ist das etwas motivierend für dich ;)

    CF

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