22.04.13

-411- Warum gerade Wege gehen, wenn man im Zick-Zack laufen kann?



Wenn ich nicht schreiben kann, kommen mir die dümmsten Ideen. Ich fange an lang zu schlafen und wild durcheinander zu essen, mich Feuer und Flamme neuen Projekten zu widmen (die alle eines gemeinsam haben: sie haben sehr wenig mit Schreiben zu tun), nur um sie schließlich stiefmütterlich zu behandeln und stattdessen in einer rastlosen, irritierenden Depression zu versinken. Freie Zeit tut mir nicht gut - sie macht jeden Gedanken intensiver und lässt mich an der Wahrheit meiner eigenen Emotionen/Gedanken zweifeln. Freie Zeit macht pure Gefühle zu Lastern, verwandelt sie in Labyrinthe, die keinen Ausgang besitzen und lediglich mit hoffnungsvollen Ecken das Ende des Umherirrens aufschieben. Gern würde ich aufgeben, aber bin immer wieder froh, zu bemerken, wie gut mir die Arbeit tut. Scheine das im Frei zu vergessen. Erst beim strikten Arbeiten kann ich wieder durchatmen, wieder klar denken und mich von mir selbst erholen. Das also ist Depression: Zu viel Zeit mit sich selbst verbringen, selbst wenn man nicht allein ist nur im eigenen Kopf leben. Und das ist Erholung: Sich beschäftigen, an sich arbeiten, neue Worte für einfache Dinge finden und mit sich im Einklang leben, ohne im eigenen Kopf gefangen zu sein. Mehr davon bitte, Danke!

Kommentare:

  1. Auch die einsame Zeit im eigenen Kopf kann wunderbar befreiend sein, wenn man sie richtig nutzt.

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  2. Besser könnte man es nicht ausdrücken - Fühle mich oft genauso.

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