09.10.13

-416- Undefiniert

 
Der Himmel reißt sich auf und lässt Licht hindurch; aber eigentlich kann ich das schon lange nicht mehr sehen. Die Farben haben sich verändert, ihre Wärme verloren und flimmern messerscharf durch mich hindurch. Ich bin mir nicht mehr sicher, wovor ich eigentlich mehr Angst habe. Davor, nicht gesehen oder gesehen zu werden. Ich fürchte, dass ich den Punkt verpasst habe, an dem sich Schatten und Licht vermischen. Dass ich wie ein verlorener Fussel im Nichts hänge und mich müde daran zu erinnern versuche, was mich all die Jahre gehalten hat.
Ich sehe blaue Straßen, wunde Augen und fühle die Trockenheit des frischen Herbstes an meiner Haut. Aber ich fühle nicht, was kommen könnte oder wie ich die Dinge anpacken soll. Ich fühle mich nicht mehr wirklich; nur noch vage, nur noch halb, nur noch irgendwie und undefiniert.

1 Kommentar:

  1. du bist eine künstlerin,
    eine wirklich
    wahrhaftige
    künstlerin der worte.
    du bereicherst mein inneres.

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