latest Post

-421- Heimat


Ein Fluch, der aus dem Mund perlt, weil ich wieder einmal zu hoffen gewagt habe. Ich legte mich in die Ecken dieses Hauses, schmiegte meine Gedanken in den Teppich, rief meinen Namen gegen den Wind an, hielt den Blick klar auf das Ziel gerichtet. So ist das Hoffen, es ist ein sich drehendes Mäntelchen, ein variabler Teil, der sich ungern erfüllen lässt.
Ich suche Heimat und finde nur Schwärze, ein wildes Trudeln gen Boden, einen Sarg mit Nägeln drin. Das hier ist mein Leben und es will von mir gelebt werden, aber ich passe nicht hinein. Hab zu lange Sehnsüchte, zu tiefe Gedanken, zu große Angst. Ach wär das Lied ein Liebeslied, wär es vorne offen und hinten geschlossen, wäre es mit Tiefpunkt und Happy End, wäre es ein seicht dahinfließendes Gedicht, ich würd' die Zeile unbeendet lassen und mich im Unabgeschlossenen endlich heimisch fühlen.

About Julia Mayer

Julia Mayer
Recommended Posts × +

1 SEKTSCHALE(N) MIT HIMBEEREN:

  1. Julia!

    Schön, dass Du wieder schreibst.

    Wenn man einander schreibt, ist man wie durch ein Seil verbunden.
    (Franz Kafka)

    Wenn ich mich frei machen kann von den
    Sorgen, wie es werden könnte oder nicht,
    ob es klappt oder schiefgeht, wenn ich mich
    frei machen kann von der Vergangenheit, von Dingen,
    die ich bisher nicht loslassen konnte, von Fehlern
    und Versäumnissen, frei machen für diesen Augenblick
    jetzt, wenn ich mich dem, was auf mich zukommt,
    ganz öffnen kann - dann werde ich das Leben von seiner besten Seite kennenlernen.

    Aber, wie macht man sich frei?

    Schreib bitte weiter...

    AB!

    AntwortenLöschen

Was sagst du dazu?