06.01.15

-461- Die weiße Wüste


Ich liege wach und in mir zupft die Leere. Sie ist weiß, keine Farbe schwimmt in ihr. Wenn mir etwas Angst macht, dann ist es diese Dürre. Sie breitet sich in mir aus wie eine endlose Wüste und weht Sand in meine Venen. Ich habe Angst. Das ist kein neues Gefühl, aber es löst wieder Hilflosigkeit aus und die weckt Panik in mir. Dieses Gefühl hatte ich eine Weile nicht mehr.
Es geht mir besser, eigentlich, aber manchen Dingen kann ich mich noch immer nicht erwehren. Ich kann nicht dieses Weiß füllen, denn es ist und bleibt stählern und unabänderlich. Ich kann in die Wüste starren und sie starrt zurück, aber nichts regt sich, nichts ändert sich, nichts fällt einer Wandlung zugrunde. Ich denke, ich bekomme keine Luft. Ich denke, mein Geist bricht entzwei.

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