21.06.15

-529- Auf die Mattscheibe! [The Spectacular Chef]

Ahoi ihr Lieben! Diese Woche war es wirklich sehr ruhig auf meinem Blog, aber ich hatte nicht viel zu sagen und auf eine Schreibstatistik hatte ich derzeit einfach keine Lust. Auch über Serien mag ich diese Woche nicht reden - stattdessen habe ich drei Filme geguckt (oder eher 2 1/2) und möchte sie euch kurz und knapp vorstellen und meinen Eindruck schildern.
Fangen wir mit dem Highlight der letzten Tage an: Chef (2014) ist ein Film über einen Koch in seinen Vierzigern, der für einen Restaurantkritiker etwas Besonderes kochen will, jedoch vom Restaurantchef dazu gezwungen wird, die Gerichte auf dem Menü zu kochen. Was er auch macht, immerhin will er nicht seinen Job verlieren. Daraufhin erhält er eine niederschmetternde Kritik des Foodbloggers und es geht quasi eine Abwärtsspirale hinab. Im Laufe einer heftigen Auseinandersetzung und einigen Dramas, das ich hier nicht weiter beleuchten werde, verliert er seinen Job und muss einen Weg zurück in die Restaurantwelt finden. Der Film ist herzerwärmend, gespickt von wundervollem Essen, bei dem einem das Wasser im Munde zusammenläuft. Wer mich kennt, weiß vermutlich, was für eine emotionale Bindung ich zu Essen habe, deshalb gucke ich auch so viele Kochshows und liebeliebeliebe Kochfilme. Chef hatte ein paar Schwachstellen, einige Szenen waren zu lang und im Großen und Ganzen fehlte dem Ganzen noch ein wenig Pepp in der Handlung, aber nichtsdestotrotz hat mich das Ganze zufrieden und satt zurückgelassen. Ein Feel-Good-Film, den ich mir gleich nochmal ansehen werde. :)

Danach habe ich auf Reddit gestöbert und wollte einen Film finden, der Chef ähnelt, um wieder so ein gutes Gefühl zu bekommen. Also habe ich Soul Kitchen empfohlen bekommen und Heidewitzka, war das ein Fehler. Alles, was Chef zum Glänzen gebracht hat, hat in diesem Deutschen Film gefehlt.
Er war schlecht geschrieben, schauderhafte Dialoge und vor allem war er dümmlich und der Protagonist schrecklich unsympathisch. Die Schauspielleistung war auch nicht vorhanden, aber bei einem solch schlechten Skript war das kein Wunder. Aus Mist kann man eben kein Gold machen. Ich habe nach der Hälfte aufgegeben, als plötzlich eine cheesy Liebesgeschichte aus dem Nichts auftauchte, die überhaupt keinen Sinn machte. (Genau, lass mal zwei, die sich hassen, die Köpfe aneinander stoßen und plötzlich finden sie sich geil, oder was? Das ist doch auch bloß ein feuchter Traum des Drehbuchautoren.) Es war ein Grauen, den musste ich wirklich nicht zu Ende sehen, um das sagen zu können.

Und zu guter Letzt habe ich mir The Spectacular Now angesehen, den ich schon eine Weile auf dem Schirm hatte. Ich liebe Shailene Woodley und ihre Performance war auch einmalig. Miles Teller könnte ich mir eigentlich auch immer wieder ansehen, aber in diesem Film hat er den extrem unsympathischen Protagonisten gespielt. Das war mein größtes Problem: Dass er ein jugendliches Arschgesicht war, das wirklich mit allem davongekommen ist und nicht mal Aimee (gespielt von Woodley) hat ihn irgendwie in die Schranken gewiesen.
Alle haben einfach gemeint, was er doch für ein toller Junge war, aber tut mir leid, das konnte ich nicht so recht nachvollziehen. Ja, der Film war gut, aber Himmel! Der Typ war ein achtzehnjähriger Alkoholiker, der eigentlich die ganze Zeit nur Blödsinn erzählt hat und meinte "Lebe im Jetzt" und ich konnte nicht so recht glauben, dass er irgendwas daraus gelernt hat. Und das Essay, das er zum Schluss geschrieben hat? Ja, das war nicht so sonderlich toll, auch wenn uns das die Filmemacher anscheinend weismachen wollten. Na ja. Ich war nur semi-beeindruckt. Der Film hatte gute Stellen, aber überzeugen konnte er mich nicht.

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