05.07.15

-536- Auf die Mattscheibe! [Playing The Duff]

Ich habe wieder mal keine Lust, über Serien zu schreiben. Es läuft zwar eine Menge und ich gucke auch viel, aber Filme interessieren mich momentan ein wenig mehr. Genauer gesagt: Seltsam romantische Filme, die mich nicht anstrengen. (Das muss die Hitze sein, ja ja.) Diese Woche habe ich wieder drei an der Zahl gesehen, die ich kurz und knapp auswerten möchte. Begonnen habe ich mit Playing It Cool, weil ich eine Gif dazu bei Tumblr gesehen habe. Mitgespielt haben in dem Film Chris Evans und für mich war daneben nur noch Aubrey Plaza wichtig. Aber auch alle anderen Schauspieler waren mir aus Filmen und Serien bekannt. (Hauptsächlich Serien.) Der Film ist eine romantische Komödie, nimmt diese auch ein bisschen hipstermäßig aufs Korn. Permanent wird sich über cheesy Szenen lustiggemacht und das Konzept der großen Liebe als Humbug dargestellt. Dabei ist der Film selbst von Klischees durchdrungen. Der ewige Bachelor, der sich auf den ersten Blick in eine witzige Frau in einem roten Kleid verliebt, die unterstützenden Freunde, die alle ein ähnlich schräges Leben haben wie der Protagonist, und zu guter Letzt ein kitschiges Ende. Trotz dessen hat mir der Film ziemlich gut gefallen, und obwohl ich kein großer Chris Evans Fan bin (dieser komische Mund!), konnte er mich in der Rolle überzeugen. Zumal hat dieser Film seinen ganz eigenen Charme, werde ihn vermutlich nicht zum letzten Mal gesehen haben.
Danach habe ich mich an The Rewrite mit Hugh Grant gemacht. Der war jetzt nicht direkt schlecht, aber wirklich gut leider auch nicht. Es handelt von einem von Hollywood durchgekauten und wieder ausgespuckten Drehbuchautoren, der eine Position als Professor an einer Universität annimmt. Gefallen hat mir, dass mir der Protagonist unsympathisch war, weil er solchen Humbug von sich gegeben hat, und dass ich ihn trotzdem nicht gehasst habe. Das war aber vermutlich hauptsächlich dem Casting zu verdanken, denn Hugh Grant hat eine leicht verschrobene Art, die mich immer ein bisschen Mitleid für ihn empfinden lässt. Gut geschrieben war an dem Film aber leider nur wenig, da macht auch ein angenehmes Casting nichts mehr wett.
Zu guter Letzt landete The Duff auf meiner Liste. Ich hatte eigentlich nicht vor, diesen Film zu sehen. Schon Mean Girls (Girlsclub) war nicht mein Humor und hier war es im Grunde nicht anders. Es gab süße Szenen und schlecht gespielt war er auch nicht, aber auch dieser Film lief wieder nach Schema A ab. Wirklich überraschend war daran nichts, und manche der Kommentare, die im Film fielen, fand ich regelrecht desillusioniert oder gar gefährlich. Und das Ende? Fiktion. Genau, führen wir fort, was uns Disney für unrealistische Erwartungen an die Liebe eingetrichert hat. Schade, wirklich schade.

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