latest Post

-545- [Rookies Tagebuch] Schreiben ist schwer

Vor vier Tagen habe ich den Feinschliff von Séance abgeschlossen und seitdem fühle ich mich, als wäre ein schweres Gewicht von meinen Schultern genommen worden. In die Überarbeitung dieses Projektes ist so viel Arbeit geflossen, und ich habe mich über meine Grenzen hinausgepusht. Ich weiß, dass ich mich so bald nicht mehr dermaßen biegen kann, aber das war es mir wert. Im Laufe dieser letzten zwei Monate habe ich das Schreiben quasi auf Eis gelegt. Ich bin nicht gänzlich dem geschriebenen Wort ferngeblieben, aber ich habe mich auch nicht bemüht, meine tausend Wörter pro Tag ins Dokument zu hämmern. Es wird eine Weile dauern, bis ich wieder ganz auf der Höhe bin, aber die Testlesemeinung von meiner lieben Vee zum abgeschlossenen Séance-Roman tröstet mich darüber hinweg. Ihre Worte waren durchweg positiv und ich kann es kaum erwarten, das Buch am 30. Juli auch an euch andere Leser zu übergeben und eure Meinungen zu bekommen. Selbst wenn diese nicht so gut ausfallen sollten, bin ich zufrieden, weil ich wirklich alles gegeben habe. Mehr ist mir momentan nicht möglich, und ich bin zu dem Schluss gekommen, dass das absolut genug ist.
Schreiben ist schwer. Es erfordert eine Menge Disziplin, aber auch den Mut, sich loszulassen. Nicht immer kann ich diesen Punkt erreichen, aber ich freue mich schon, es immer und immer wieder zu versuchen. In meine Projekte fließt all mein Herzblut, selbst wenn ich manchmal - wie jeder Künstler - das Gefühl habe, nicht das zu erreichen, was ich eigentlich vorhatte oder nicht zu genügen. So geht es uns allen mal und auch das ist okay, solange ich nicht aufgebe und mich nicht einfach in mir selbst vergrabe, weil ich Ablehnung von außen fürchte.
Es wird vermutlich nie einen Moment des "Ankommens" für mich geben. Jedenfalls nicht beim Schreiben. Eigentlich ist das eine gute Sache, denn wenn ich jemals das erreiche, was ich immer habe erreichen wollen, gibt es keinen Weg mehr, keine Reise, auf die mich die Worte nehmen können. Keine Abenteuer, die meine Charaktere mit mir überstehen müssen. Ich will das gar nicht, ich will nicht, dass das aufhört, ich will nicht ankommen. Ich will weiterreisen.
Noch sind es ein paar Tage bis zur Veröffentlichung, aber ich mache mich bereits auf zu neuen Projekten. Fuchsnacht möchte endlich zu einem Ende finden, und auch wenn ich derzeit sehr langsam vorankomme, bin ich doch auf dem richtigen Weg. Danach kehre ich in das Old Souls Universum zurück, eine Welt, die wieder eine ganz andere Saite in mir zum Tönen bringt. Ich freue mich darauf. Ich habe Angst, aber die Freude ist größer.

P.S.: Wenn ihr eines von fünf kostenlosen Séance-eBooks gewinnen wollt, schaut doch mal bei meiner Veröffentlichungsparty vorbei. Unter allen Teilnehmern verlose ich am 29. Juli ein paar Ausgaben. :)

About Julia Mayer

Julia Mayer
Recommended Posts × +

2 SEKTSCHALE(N) MIT HIMBEEREN:

  1. Hey meine Liebe :D
    Manchmal können uns einen Aufgaben, Hobbys oder was auch immer überfordern, obwohl wir sie so lieben. Wenn wir etwas beenden und dafür all unsere Kräfte noch einmal aufbringen müssen, dann kommt eben die Zeit, in der wir etwas wackelig auf den Beinen sind. Du darfst dich dennoch davon nicht abbringen lassen ♥ Lass dir Zeit zum Atmen und auch den Raum dafür, ansonsten erstickst du eher als du noch eine Geschichte beenden kannst, hm? :)

    Liebst, Sarah ♥

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hey Sarah :D
      Danke dir für deine lieben Worte! Du hast absolut recht, ich muss erstmal durchatmen, bevor es weitergehen kann. :]

      Löschen

Was sagst du dazu?