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-566- Es geht mir gut

FanArt zu Rehruf und Old Souls von Georg und Alex (Beziehungstat) ♥

Es ist so still hier geworden und ich kann nicht einmal genau sagen, woran es liegt. Natürlich habe ich einige Vermutungen: Erstens ist mein Leben momentan nicht sonderlich spannend (essen, schlafen, überarbeiten, andere Arbeiten machen, schreiben in jeglichen Formen und dann habe ich auch noch einen Gilmore-Girls-Marathon am Laufen) und Zweitens habe ich etwas Schwierigkeiten, in dem, was ich momentan so schaffe, irgendetwas Interessantes zu finden. Ihr wisst schon, etwas, von dem es sich lohnt, es in einen Blogpost zu packen oder leidenschaftlich darüber zu ranten. Ich besitze eine Menge Leidenschaften und Meinungen, aber die meiste Zeit über bin ich a) entweder zu wortlos oder zu schlecht darin, mich auszudrücken, um es ordentlich in Sätze packen zu können, oder b) ich bin mir nicht sicher, ob es irgendwen interessiert oder ob es sich irgendwie lohnt, das Ganze quasi aus meiner Privatsphäre hinaus und an die Öffentlichkeit zu schaufeln.
Also sage ich momentan nicht viel, oder schreibe eher nicht viel, obwohl ich es gern würde. Ich kann auch sicherlich trotzdem ein wenig updaten und vielleicht finde ich auch in Zukunft wieder hierher zurück, ich würde es mir jedenfalls wünschen. Also, was ist bei mir neu?

1.) Ich überarbeite (immer noch) Fuchsnacht - also, fangen wir gleich mit etwas nicht Neuem an. Denn damit bin ich immer noch nicht durch. Das Ende erhält einen ganz neuen Anstrich, der jetzt schon über 10.000 neue Wörter in Anspruch nimmt. Ja, das ist nötig, damit das Buch besser wird, Hoffe ich jedenfalls.
2.) Ich bin weder umgezogen, noch habe ich sonst irgendwas erlebt, außer man zählt eine Bronchitis zu Erlebnissen hinzu, die unbedingt berichtet werden müssen. Wie, ich ziehe nicht mehr um? Das ist eine Neuerung, oder? Keine News sind manchmal auch News, würde ich sagen.
3.) Ich werde im April (22. bis 24. April, um genau zu sein) auf der Queer-Gelesen eine kleine Frostbiss-Lesung halten. Ebenso wie viele andere tolle Autoren, die schwul-lesbische-Literatur schreiben. Darauf freue ich mich und bin tierisch aufgeregt. Momentan habe ich nicht mal Angst, vermutlich weil ich ...
4.) ... wieder sehr viel lese. Und zwar gute Bücher, die mir weiterhelfen. Nein, keine Ratgeber, keine Selbsthilfebücher, sondern Werke, die mir eben persönlich etwas geben, so wie Hemingways "Ein Fest fürs Leben", das mich gelehrt hat, dass ein gebrochenes und zusammengefügtes Herz an den Bruchstellen stärker ist, oder Georges Simenons Maigret-Romane, die mich gelehrt haben, dass es so viel mehr bei einem Charakter zu beschreiben gibt als seine Haarfarbe. Und zu guter Letzt lese ich gerade Elizabeth Gilberts "Big Magic" und lerne, dass das Schreiben an sich Belohnung genug ist und dass ein Buch, sobald es aus meiner Autorenstube in Leserhänden landet, nicht mehr mir gehört, sondern dem Leser. Und wie erleichternd es ist, das Ergebnis aus den Händen zu geben und mich nicht ausschließlich darüber zu definieren.
5.) Es geht mir gut. Es geht mir gut, selbst wenn es mir schlecht geht. Es geht mir gut, weil auch das Schlechte dazugehört, die Angst, das kleine Flimmern in meiner Brust, das Überdenken und das Zerdenken, das schlechte Schreiben und das gute Schreiben, die fehlende Inspiration und der Muse Kuss. Es geht mir gut.

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Julia Mayer
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