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-579- 95.000 Wörter später: Die Sackgasse



Bevor ich wieder im Dokument (oder in meinen Sense8 Marathon auf Netflix) verschwinde, möchte ich fix ein Update hier lassen. Ich habe eine geraume Weile nicht mehr über das Schreiben an sich auf meinem Blog geschrieben, überlege aber, mein Schreibtagebuch, das ich vor ... ich weiß nicht ... zwei Jahren (?) regelmäßig geführt habe, wiederaufzunehmen. Das heißt, es wird endlich wieder kleinere Einblicke in meinen Schreibprozess geben, wobei ich noch nicht weiß, ob ich es länger als einen Monat am Stück monatlich aushalte. Es gibt immerhin auch schlechte Tage und an denen ist es extrem deprimierend, einen Schreibtagebucheintrag zu schreiben, obwohl man das Dokument nicht angerührt hat. Mal schauen -- noch will ich mich nicht vollkommen abschreiben.
Jedenfalls wird es für mich Zeit, mit neuer Motivation an die Sache heranzugehen. Gestern habe ich meine Korrektur von Fuchsnacht beendet und meiner Lektorin zugeschickt und nun besitze ich wieder etwas mehr Zeit und Spielraum, um mich dem eigentlichen Schreiben zu widmen. Leider bin ich aus meinem Projekt #SieSagen, wie ich heute leider feststellen musste, komplett raus. Mir sind die Charaktere fremd, ich weiß (nach 95.000 Wörtern und etwaigen Pausen beim Schreiben kein Wunder) nicht mehr genau, was ich alles geschrieben habe und habe mich zur gleichen Zeit im letzten Kapitel in eine Sackgasse manövriert.
Mein erster Gedanke war, dass ich einfach störrisch durchpushe, aber nach etwa 1000 Wörtern Planung, die ich gestern Nacht noch ins Dokument eingetragen habe, und heutigen 800 Wörtern im aktuellen Kapitel, die man nicht gerade als "gut", geschweige denn als "lesenswert" bezeichnen kann, habe ich versucht, den Dialog, der stattfinden soll, auszuschreiben. Was nicht geklappt hat, weil ich mich an gewisse Basic-Informationen nicht mehr erinnern konnte. Und das ist ein Zeichen dafür, dass ich mich erst neu in das Projekt einarbeiten muss. Macht aber nichts, weil ich sowieso einige Dinge umstellen wollte. Das heißt, ich werde #SieSagen noch einmal von vorne bis zum aktuellen Punkt durchlesen und dabei streichen und verändern was mir nicht mehr plausibel erscheint, aber vor allem möchte ich anhand dessen, was ich bisher geschrieben habe, Ansätze für das letzte Drittel finden, das ich noch schreiben muss. Es heißt, die Fäden sinnvoll zusammenzuführen und ich bin gespannt, ob mir das gelingt. Nur weil es holprig ist, möchte ich jedenfalls nicht aufgeben -- und die Zeit bis das zweite Lektorat von Fuchsnacht eintrifft, möchte ich auch so produktiv wie möglich nutzen.
(Außerdem ist am 13. nicht nur ESC, sondern auch Schreibnacht, und bei der möchte ich natürlich auch wieder mitmachen; das geht nur, wenn ich bis dahin zumindest einen groben Plan habe, wie das Ende aussehen könnte. Leider habe ich da etwas ins Blaue geschrieben -- was auch schon oft funktioniert hat bei mir, aber wenn man nicht mehr vorankommt, geht es eben nicht mehr so weiter.)

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Julia Mayer
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